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Durthang / Hypothermia # Lead Yourself to Failure

Cover: Durthang # Lead Yourself to Failure

Durthang und Hypothermia dürften Szenekennern eigentlich bekannt sein. Die beiden schwedischen Bands produzieren nämlich eine dermaßen depressive und verzweifelte Klangcollage, dass sich der eigene Freitod regelrecht aufzwingt.

Der erste Titel der Split geht auf das Konto von Hypothermia, dem Soloprojekt von Kim Carlsson, den manche vielleicht auch von Kyla kennen. Schleppend und rau poltert zunächst 'Lid' aus den Boxen und hüllt den geneigten Konsumenten umgehend in ein seidenes Tuch aus Depression, auch wenn das fast 10-minütige Werk ein wenig Intensität vermissen lässt. Das jedoch stellt sich angesichts des zweiten Songs von Hypothermia als vollkommen gleichgültig heraus, denn 'Ur Angest Född' ist einer der mit Abstand besten depressiven Black Metal Songs die ich je gehört habe. Definitiv in einer Liga mit Forgotten Tomb und Abyssic Hate, fast sogar darüber. Der Gesang ist mit einem leichten Hall versehen und erinnert Teilweise an Count Grishnakh auf den ersten Burzum-Veröffentlichungen. Dieses depressive Epos zieht sich über 23 Minuten und bleibt bei seiner einfachen Struktur durchweg athmosphärisch und natürlich traurig bis ins Mark. Mir fehlen die Worte, um zu beschreiben was dieser Song mir gibt, aber eines kann ich versichern: Jeder der 'Ur Angest Född' allein im Dunkeln hört und sich die Sinnlosigkeit der eigenen Existenz vor Augen hält, wird das nachfühlen können.
Hat man Hypothermia überlebt, machen Durthang genau dort weiter, wo ihre schwedischen Kollegen aufgehört haben. Der größte nennenswerte Unterschied ist jedoch, dass Durthang einen Bass haben, der starke Akzente setzt. Das klingt vielleicht beim Lesen wenig spektakulär, aber die Art und Weise wie dieser eingesetzt wird, ist in meinen Augen einmalig. Der Bass spielt hier nicht die Noten der Gitarre, sondern wird nur an bestimmten Stellen eher für Effekte benutzt, als für die Anreicherung des Tonumfangs. Durthang erzeugen damit eine unglaubliche Itensität und Athmosphäre, was ihrer Musik großartige Tiefe verleit. Wie bei Hypothermia finde ich auch hier den zweiten Song um Längen stärker. 'Silence' ist einfach die absolute Krönung, einfach nur tiefschwarz, dunkel, einsam und kalt.

Alles in allem kann ich das Tape bzw. die CD allen ans schwarze Herz legen, deren Lebenselixier die Depression ist. Wer 'The Last Song' von Lycanthropy's Spell mochte, wird Hypothermia lieben. Zeigt sich doch auch hier beim Hören vor dem geistigen Auge immer dieses grelle Licht am Ende des Tunnels und die nahe Lösung aller Probleme. Durthang sind eine depressive Liga für sich, fern der langen Ausschweifungen aber dennoch mit einem unglaublichen Tiefgang. Gehört in jeden gut sortierten depressiven Plattenschrank.

Corpsie am 21.08.2007




Titelliste

Hypothermia
01. Lid
02. Ur Ångest Född

Durthang
03. Chambers of Rape and Ruin
04. Silence


Spielzeit

45:11 min


Erscheinungsjahr

2005


Label

Insikt


Vergleichbarer Ohrenschmaus


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