Vönger ist Krieg! Suchen | Kontakt | Impressum
Kopfbild
Startseite | S | Skyforger | Thunderforge

.:: True :: UnTrue ::.

» Schnellauswahl «
A B C D
E F G H
I J K L
M N O P
Q R S T
U V W X
Y Z Andere
Splits Sampler

Berichterstattung
  · Konzertberichte
  · Konzertfilme
  · Gespräche
  · Hören & Sehen
  · Streitfälle

Vönger
  · Kommerz   · Personal
  · Marschmusik
  · Selbstdarstellung
  · Familienalbum
  · Karriere

» Schnellsuche «

Skyforger # Thunderforge

Kein Bild gefunden

'Thunderforge' ist das dritte Album der Letten von Skyforger, welche sich dem Folk/Pagan Metal verschrieben haben. So steht es zumindest auf ihrer Internetseite und wenn man sich die Alben anhört bzw. die Konzertauftritte Revue passieren lässt, dann trifft dies auch vollends zu. Jedoch sind die Musikstücke schon ein wenig härter als das, was man sonst so aus der Folkecke hört, wenngleich viele Elemente in die Musik von Skyforger Einfluss finden.
Mit einem 'Intro', das die Lyrics eines Volksliedes über die Gestallt Usins' enthält, wird das Werk eingeleitet. Dieses Stück geht dann in Lied Nummer zwei, 'When Usins rides' (ich nehme der Einfachheit halber die englischen Titel), über. Selbiger Usins ist der lettische Sonnengott, welcher, geführt von zwei weißen Pferden im Streitwagen, das Licht eines jeden Morgens bringt. Das Stück an sich erzählt vom Kommen Usins' und meint damit den Sieg des Sommers über den Winter. Musikalisch wird dies durch treibende Gitarren und ruhigen aber bestimmenden Gesang verdeutlicht. Skyforger sagen selbst, dass dieses, eigentlich schon vor Jahren entstandene Stück, durch die Doom Metal Legende Cathedral beeinflusst wurde. Zwischen den Gesangsparts gibt es Teile mit alten folkloristischen Instrumenten, die das ganze durch ihre heiteren Melodien auflockern. Am Ende spielen noch einmal alle wild durcheinander auf und das war's. Das dritte Stück 'The Shortest Night of the Year' ist nicht viel anders, hier kommt allerdings auch noch ein Dudelsack zur Verwendung und am Ende klingt der kurz einsetzende, fast cleane Gesang beinahe wie ein Beschwörungsritual. Die Texte im ersten sowie im zweiten Teil des Stückes entstammen lettischen Nationalgesängen und besingen die Sommersonnenwende. Etwas härter im Gesang und mit Staccatodrums geht es danach bei 'Warlord of the Nightsky' weiter. In der Mitte wird das etwas uninspirierte Gespiele abermals durch clean vorgetragene Gesänge unterbrochen.
Nun folgt ein Instrumentalstück namens 'Long Dance' mit Dudelsackmelodien und beschaulichem Spiel der übrigen Instrumente. Und wer hätte es gedacht, auch diese Melodie stammt aus einem lettischen Lied, nämlich einem Hochzeitstanz welcher hier ein wenig angepasst wurde. Danach folgt der Titelsong des Albums. Dieser unterscheidet sich beim Gesang von den vorigen Liedern, ist hier die Stimme doch eher dem Pagan Metal zuzuordnen. Der Wechsel zwischen den Sängern bzw. dem Chor der gesamten Gruppe gibt dem Stück eine schöne Dynamik. Man könnte regelrecht mitsingen, wäre man des Lettischen mächtig. Langsam beginnt der Anfang zu 'Oh Fog, Oh Dew'; Klampfenklänge und mittelalterliche Gesänge besingen die Heirat von Göttern mit alten Lyrics. Dies ist jedoch nur im ersten Teil des Stückes so, zumindest was die instrumentale Ruhe angeht. Danach setzen wieder normal verzerrte Gitarren ein, wobei der Gesang gleich bleibt bzw. etwas bestimmender daherkommt und zudem noch ein weibliches 'Gesangsecho' eingeführt wird. Nette Instrumentierung (Maultrommel) und die Tempowechsel lassen den Song angenehm vorüberziehen. Ganz anders beginnt 'The Woman of Secrets', das siebente Stück des Albums. Ein etwas verwirrendes Stück, erinnert es mich doch von seiner teils beängstigenden Atmosphäre bzw. dem schizophren Gesang an Bands wie Solefald oder Tartaros (vom Konzept, nicht unbedingt musikalisch). Das nächste Lied ist nicht erwähnenswert, weshalb ich gleich zum Schlussstück komme: 'In Darkness and Frost'. Das ist schon eher so, wie ich mir Skyforger vorstelle. Treibende Rhythmen und Gesang mit kurzen Unterbrechungen durch folkloristische Instrumente (hier z.B. Flöten) und hier und da Dynamikwechsel. Wieder ein Stück zum Füßewippen.
Im Allgemeinen kann man nicht sagen, dass dieses Album zu den Glanzlichtern des Metal gehört, jedoch gibt es einige Stücke und Ideen die hörenswert sind, darum werde ich mir auch weitere Alben von Skyforger zulegen. Es bleibt zu hoffen, dass die Band die lettischen Volkslieder und Sagen ausgeschöpft hat und nun eigene Texte und Melodien schreibt. Zudem sollten sie ruhig mehr der alten Instrumentierung frönen und zum Teil mehr Abwechslung in die Stücke bringen. Sie können es ja...

Wehrmut am 26.05.2005




Spielzeit

50:29 min


Vergleichbarer Ohrenschmaus



Konzerte/Festivals mit Skyforger



.:: zurück :: nach oben ::.

© 1996-2012 Vönger
erstellt durch dunkelland - metalArt
Unser RSS-Feed Get Firefox