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Skyforger # Thunderforge

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'Thunderforge' ist das dritte Album der Letten von Skyforger, welche sich dem Folk/Pagan Metal verschrieben haben. So steht es zumindest auf ihrer Internetseite und wenn man sich die Alben anh├Ârt bzw. die Konzertauftritte Revue passieren l├Ąsst, dann trifft dies auch vollends zu. Jedoch sind die Musikst├╝cke schon ein wenig h├Ąrter als das, was man sonst so aus der Folkecke h├Ârt, wenngleich viele Elemente in die Musik von Skyforger Einfluss finden.
Mit einem 'Intro', das die Lyrics eines Volksliedes ├╝ber die Gestallt Usins' enth├Ąlt, wird das Werk eingeleitet. Dieses St├╝ck geht dann in Lied Nummer zwei, 'When Usins rides' (ich nehme der Einfachheit halber die englischen Titel), ├╝ber. Selbiger Usins ist der lettische Sonnengott, welcher, gef├╝hrt von zwei wei├čen Pferden im Streitwagen, das Licht eines jeden Morgens bringt. Das St├╝ck an sich erz├Ąhlt vom Kommen Usins' und meint damit den Sieg des Sommers ├╝ber den Winter. Musikalisch wird dies durch treibende Gitarren und ruhigen aber bestimmenden Gesang verdeutlicht. Skyforger sagen selbst, dass dieses, eigentlich schon vor Jahren entstandene St├╝ck, durch die Doom Metal Legende Cathedral beeinflusst wurde. Zwischen den Gesangsparts gibt es Teile mit alten folkloristischen Instrumenten, die das ganze durch ihre heiteren Melodien auflockern. Am Ende spielen noch einmal alle wild durcheinander auf und das war's. Das dritte St├╝ck 'The Shortest Night of the Year' ist nicht viel anders, hier kommt allerdings auch noch ein Dudelsack zur Verwendung und am Ende klingt der kurz einsetzende, fast cleane Gesang beinahe wie ein Beschw├Ârungsritual. Die Texte im ersten sowie im zweiten Teil des St├╝ckes entstammen lettischen Nationalges├Ąngen und besingen die Sommersonnenwende. Etwas h├Ąrter im Gesang und mit Staccatodrums geht es danach bei 'Warlord of the Nightsky' weiter. In der Mitte wird das etwas uninspirierte Gespiele abermals durch clean vorgetragene Ges├Ąnge unterbrochen.
Nun folgt ein Instrumentalst├╝ck namens 'Long Dance' mit Dudelsackmelodien und beschaulichem Spiel der ├╝brigen Instrumente. Und wer h├Ątte es gedacht, auch diese Melodie stammt aus einem lettischen Lied, n├Ąmlich einem Hochzeitstanz welcher hier ein wenig angepasst wurde. Danach folgt der Titelsong des Albums. Dieser unterscheidet sich beim Gesang von den vorigen Liedern, ist hier die Stimme doch eher dem Pagan Metal zuzuordnen. Der Wechsel zwischen den S├Ąngern bzw. dem Chor der gesamten Gruppe gibt dem St├╝ck eine sch├Âne Dynamik. Man k├Ânnte regelrecht mitsingen, w├Ąre man des Lettischen m├Ąchtig. Langsam beginnt der Anfang zu 'Oh Fog, Oh Dew'; Klampfenkl├Ąnge und mittelalterliche Ges├Ąnge besingen die Heirat von G├Âttern mit alten Lyrics. Dies ist jedoch nur im ersten Teil des St├╝ckes so, zumindest was die instrumentale Ruhe angeht. Danach setzen wieder normal verzerrte Gitarren ein, wobei der Gesang gleich bleibt bzw. etwas bestimmender daherkommt und zudem noch ein weibliches 'Gesangsecho' eingef├╝hrt wird. Nette Instrumentierung (Maultrommel) und die Tempowechsel lassen den Song angenehm vor├╝berziehen. Ganz anders beginnt 'The Woman of Secrets', das siebente St├╝ck des Albums. Ein etwas verwirrendes St├╝ck, erinnert es mich doch von seiner teils be├Ąngstigenden Atmosph├Ąre bzw. dem schizophren Gesang an Bands wie Solefald oder Tartaros (vom Konzept, nicht unbedingt musikalisch). Das n├Ąchste Lied ist nicht erw├Ąhnenswert, weshalb ich gleich zum Schlussst├╝ck komme: 'In Darkness and Frost'. Das ist schon eher so, wie ich mir Skyforger vorstelle. Treibende Rhythmen und Gesang mit kurzen Unterbrechungen durch folkloristische Instrumente (hier z.B. Fl├Âten) und hier und da Dynamikwechsel. Wieder ein St├╝ck zum F├╝├čewippen.
Im Allgemeinen kann man nicht sagen, dass dieses Album zu den Glanzlichtern des Metal geh├Ârt, jedoch gibt es einige St├╝cke und Ideen die h├Ârenswert sind, darum werde ich mir auch weitere Alben von Skyforger zulegen. Es bleibt zu hoffen, dass die Band die lettischen Volkslieder und Sagen ausgesch├Âpft hat und nun eigene Texte und Melodien schreibt. Zudem sollten sie ruhig mehr der alten Instrumentierung fr├Ânen und zum Teil mehr Abwechslung in die St├╝cke bringen. Sie k├Ânnen es ja...

Wehrmut am 26.05.2005




Spielzeit

50:29 min


Vergleichbarer Ohrenschmaus



Konzerte/Festivals mit Skyforger



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