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Dimmu Borgir # Enthrone Darkness Triumphant (2)

Cover: Dimmu Borgir # Enthrone Darkness Triumphant (2)

Mit 'Enthrone Darkness Triumphant' haben es Dimmu Borgir als vielleicht erste Band ├╝berhaupt geschafft, die Idee und Stilistik des Black Metal in ein kommerziell eintr├Ągliches Gewand zu zw├Ąngen. Da├č aus k├╝nstlerischer Sicht diese Adaption nicht gelingen konnte, liegt in den v├Âllig entgegenstehenden Ans├Ątzen von Black Metal einerseits und kommerzieller Musik anderseits begr├╝ndet. An dieser Stelle setzt zumeist die zwar interessante, alles in allem aber m├╝├čige, Diskussion um die Definition des Black Metals ein. Um dem zu entgehen, lasse ich zun├Ąchst die Schubladen-Einordnung f├╝r dieses Album beiseite und beschr├Ąnke mich auf das H├Ârbare.
Die St├╝cke auf 'Enthrone Darkness Triumphant' sind allesamt unglaublich pr├Ągnant, eing├Ąngig und schn├Ârkellos. Kurz gesagt: Dimmu Borgir haben eine Reihe von netten und zierlichen Melodien, die denen auf 'Stormbl├ąst' nicht un├Ąhnlich sind, in einen gem├╝tlich dahinpl├Ątschernden Flu├č von Gitarrenriffs verpackt. Die zum Gro├čteil allenfalls mittelschnellen Songs definieren sich demnach durch ein, f├╝r die Struktur ma├čgebendes, Keyboard und eine oftmals zum F├╝llinstrument degradierte Gitarre. Nur selten wird das Tempo angezogen oder den Gitarren die F├╝hrung ├╝berlassen. Allein 'The Relinquishment of Spirit and Flesh' sticht mit seiner ungest├╝men Art heraus. Zu allem ├ťberflu├č wirkt die Produktion eindimensional und kantenlos. Das Schlagzeugspiel ist souver├Ąn aber in hohem Ma├če unoriginell. Diese Punkte, zusammen mit einer hohen Dosis billigem Pathos und einem un├╝berh├Ârbaren Drang zum Hymnischen, haben 'Enthrone Darkness Triumphant' zu einem Erfolg werden lassen.
Zugegeben, dieser Erfolg ist beachtlich, die Leistung der Musiker respektabel. Nur, verneigen mu├č man sich vor diesem Werk wirklich nicht.
Ob, um wieder zur eingangs angesprochenen Kategorisierung zur├╝ckzukehren, dieses Album nun dem Black Metal zuzuordnen ist, bleibt streitbar. Es gibt aber eine ganze Reihe von Gr├╝nden, die dagegen sprechen. 'Enthrone Darkness Triumphant' ist weder aggressiv noch d├╝ster (nur bei sehr oberfl├Ąchlicher Betrachtung k├Ânnte dieser Eindruck entstehen). Weiterhin ist es geradezu aufdringlich harmonisch und unglaublich eing├Ąngig. Soll aber Black Metal, nach der Definition von zum Beispiel Darkthrone, nicht h├Ą├člich, zerst├Ârerisch, ha├čerf├╝llt und dergleichen mehr sein? Vielleicht nicht unbedingt, aber Fakt ist: Bei aller Subjektivit├Ąt, auf die Beschreibung von Black Metal, pa├čt 'Transilvanian Hunger' um einiges besser als 'Enthrone Darkness Triumphant'.

Deadleft am 04.04.2004




Titelliste

01. Mourning Palace
02. Spellbound (By The Devil)
03. In Death's Embrace
04. Relinquishment Of Spirit And Flesh
05. The Night Masquerade
06. Tormentor Of Christian Souls
07. Entrance
08. Master Of Disharmony
09. Prudence's Fall
10. A Succubus In Rapture


Spielzeit

56:43 min


Erscheinungsjahr

1997


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Label



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