Argh! Argh! Aaaarghhh! Suchen | Kontakt | Impressum
Kopfbild
Startseite | L | Lunar Aurora | Seelenfeuer

.:: True :: UnTrue ::.

» Schnellauswahl «
A B C D
E F G H
I J K L
M N O P
Q R S T
U V W X
Y Z Andere
Splits Sampler

Berichterstattung
  · Konzertberichte
  · Konzertfilme
  · Gespräche
  · Hören & Sehen
  · Streitfälle

Vönger
  · Kommerz   · Personal
  · Marschmusik
  · Selbstdarstellung
  · Familienalbum
  · Karriere

» Schnellsuche «

Lunar Aurora # Seelenfeuer

Kein Bild gefunden

Lunar Aurora scheinen recht schnell begriffen zu haben, dass sie nie zum Liebling der deutschen Metalpresse avancieren würden und machten fortan aus ihrer Sonderstellung keinen Hehl mehr. Wären der selbstbescheinigten Nonkonformität auch entsprechende musikalische Glanztaten gefolgt, dann hätte ich das nur zu begrüßen gewusst. Davon kann in Bezug auf 'Seelenfeuer', dem zweiten Album der Bayern, jedoch keine Rede sein.
Die Spielzeit von mehr als einer Dreiviertelstunde verteilt sich auf gerade mal fünf Songs, was das größte Manko der Scheibe bereits erahnen lässt: Die Stücke sind zu lang, zu ausufernd, zu vollgepackt. Selbst 'Augen aus Nichts', mit 'nur' sieben Minuten eines der kürzeren Lieder, entbehrt dabei eines klar differenzierten Aufbaus, eines roten Fadens, schlicht allem, was den Hörer bei Laune halten könnte. Durch die vielen, plötzlichen, teilweise unpassend gesetzten Breaks wird die Musik unberechenbar, wirkt konstruiert.
Der zweite Kritikpunkt sind die Keyboards, die einfach nur billig klingen. Dieses Geigengeflirre soll wohl eine unheimliche Atmosphäre erschaffen; bei mir ruft es jedenfalls keine Regung hervor. Zudem gibt es keinerlei Korrespondenz zwischen Gitarren und Keyboards, beide scheinen nur getrennt voneinander agieren zu können. Harmonien oder Verflechtungen der Melodielinien kommen nicht zustande. Die Rhythmusfraktion weiß dagegen meist nichts besseres mit sich anzufangen, als einen Blastbeat an den anderen zu reihen. Sie wird - wie so oft - mit dem Einsetzen des Keyboards zu einer Art Metronom degradiert, welches lediglich für ein wummerndes Klangpolster zu sorgen hat. Die Band versucht, komplexe Musik zu schreiben, erkennt dabei aber nicht, dass sich diese Komplexität langsam in den Liedern entwickeln muss, dass der energetische, pulsierende Geist dabei nicht verloren gehen darf. Man ziehe beispielsweise Emperors 'Anthems to the Welkin at Dusk' oder Setherials 'Nord...' als Vergleich heran - diese ähneln 'Seelenfeuer' stilistisch nämlich durchaus. Auch dort wird man z.T. über zehn Minuten lange Hochgeschwindigkeits-Songs finden; diese besitzen aber eine gigantische Atmosphäre, sind kleine Sinfonien, denen man auch nach dem hundertsten Hördurchgang noch neue Facetten abgewinnen kann. Lunar Auroras Stücke wirken dagegen wie unförmige, kalte Klumpen, die keinerlei Emotion oder Leben mehr in sich tragen. Ich betone es nochmals: Ich achte die Band für ihre Eigenwilligkeit und Extravaganz, aber 'Seelenfeuer' wird dadurch nicht besser.

Herjulf am 25.04.2005




Spielzeit

48:58 min


Erscheinungsjahr

1998


Internetseite



Vergleichbarer Ohrenschmaus



Splits mit Lunar Aurora



Konzerte/Festivals mit Lunar Aurora



.:: zurück :: nach oben ::.

© 1996-2012 Vönger
erstellt durch dunkelland - metalArt
Unser RSS-Feed Get Firefox