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Eisregen # Leichenlager

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Nach der Mini-CD 'Fleischfestival' kann einen eigentlich nichts mehr ĂŒberraschen. Meine Hoffnung, die elektronischen Spielereien wĂ€ren nur auf die Mini beschrĂ€nkt, hat sich nicht erfĂŒllt. So sind zwei der Songs ('Das Tor' und 'Zeit zu spielen') ganz mit diesem Techno-Drumming 'verziert' und der Titeltrack 'Leichenlager' wartet teilweise auch mit diesen artfremden EinschĂŒben auf. Auch in anderer Hinsicht setzt sich die auf der Mini eingeschlagne Entwicklung fort: Eisregen agieren heutzutage fast ausschließlich im Midtempobereich. Auch bei schnelleren Passagen kommt nicht annĂ€hernd sie Heavyness von 'Krebskolonie' auf. Zum einen liegt das am verstĂ€rkten Einsatz der Violine, die als gleichberechtigtes Instrument eingesetzt wird, wodurch alles HĂ€rte vernichtet wird. Auch sind alle Black-metallischen Elemente abhanden gekommen: sowohl im Gitarrenbereich wie auch beim Drumming. Den negativen Eindruck verstĂ€rkt der verĂ€nderte Gesang von M.Roth, der fast nichts mehr mit dem bösen Gegrunze von frĂŒher gemein hat, und dieses penetrante rollende 'RRR' erinnert irgendwie an Rammstein.
Die Texte haben diesmal auch deutlcih an HĂ€rte eingebĂŒĂŸt. Neben einigen Geschichten perverser Spielereien erfĂ€hrt der Hörer einiges ĂŒber die Roth'sche Weltsicht. Alles in einem interessant, aber 'zahnlos'.
Die Songs sind alle simpel gestrickt, warten fast ausnahmslos mit netter Melodie auf, aber so richtig geil ist keiner. Der Titeltrack 'Leichenlager' hat mehr Abwechslung zu bieten, aber hinterlĂ€ĂŸt wegen der Drumcomputer-Einlagen eher einen bitteren Nachgeschmack. Der gelungenste Song des Albums ist fĂŒr mich 'Schwarze Rose'. Der anspruchsvolle und nachdenklich stimmende Text verbindet sich perfekt mit der Melancholie der ViolinenklĂ€nge, dabei kommen die Gitarren auch nicht zu kurz.
Die Erstauflage im Digipack enthĂ€lt außerdem zwei Bonussongs: 'Herr der Ratten' hat einen ausgesprochen antifaschistischen Inhalt, ist aber sonst eher durchschnittlich. 'Stirb lĂ€chelnd' hĂ€tte fast die QualitĂ€t von 'Nachgeburt', wĂ€re da nicht dieses nervende besoffene Gegröhle.
Nun ja, Eisregen sind nicht mehr das, was sie mal waren, und ich habe keine große Hoffnung, daß es wieder besser wird. Scheinbar haben Last Episode Eisregen dazu auserkoren, die Zugpferde des Labels zu werden, nachdem Mystic Circle keiner mehr ernst nimmt (woran nicht zuletzt die bescheuerte Label-Werbung mitschuld ist). Wenn die Kommerzialisierung dieser Band weiter fortschreitet, werden Eisregen viele Fans der ersten Stunde verlieren, auch mich.

Vamp am 07.04.2005




Spielzeit

59:14 min


Erscheinungsjahr

2000


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Label

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