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Dismal Euphony # Soria Moria Slott

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Ein Musterbeispiel fĂŒr maßlose SelbstĂŒberschĂ€tzung liefert hier mal wieder die SĂ€ngerin ab. Offensichtlich hat der Frau noch niemand gesagt, daß sie ihr Handwerk nicht im Geringsten beherrscht. Unbeschwert sĂ€uselt sie so schief in höchsten Höhen herum, daß es einem förmlich die ZehennĂ€gel hochrollt - von stimmlicher Variation oder Akzentuierung ganz zu schweigen. So wird man jedesmal von einem peinlichen Schaudern ergriffen, wenn jemand 'Soria Moria Slott' laut aufdreht.
Eigentlich schade, denn es gibt hier wirklich einige gute Song-Ideen zu entdecken. 'Natten lĂžftet sitt tunge Ansikt' oder 'Et Vintereventyr' beispielsweise, wobei letzterer ja schon von der 'Spellbound'-MCD her bekannt war. Sie Ă€hneln Dimmu Borgir zu 'StormblĂ„st'-Zeiten, nur werden die Gitarren noch stĂ€rker von den Keyboards ĂŒbertĂŒncht. Bei 'Isgrav, det siste hvilested' fĂŒhrt das sogar so weit, daß von den Saiteninstrumenten praktisch nichts mehr zu hören ist. Erfrischend wirkt da 'Alvedans', das ganz ohne Keyboardkleister auskommt. Eingeleitet durch ein bißchen Flötengedudel, prĂ€gen spĂ€ter ein primitiver, stampfender Drumbeat und wechselhaftes Gitarren-Solospiel das Bild. Das Ganze klingt ungefĂ€hr wie der Anfangspart von Satyricons 'Skyggedans', wĂ€re da nicht die wiedereinsetzende Flöte.
Mit 'Ekko' hat man allerdings auch ein wirklich langweiliges StĂŒck auf dem Album. Mit seinen gut zehn Minuten LĂ€nge kann es höchstens als LĂŒckenfĂŒller dienen. Aber das ist nicht weiter schlimm, denn 'Soria Moria Slott' ist fĂŒr mich wegen der angesprochenen Fehler sowieso unhörbar.

Herjulf am 07.04.2005




Spielzeit

42:19 min


Vergleichbarer Ohrenschmaus



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