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Fleurety # Department of Apocalyptic Affairs

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Nach der vielversprechenden MiniCD 'Last-Minute Lies' habe ich dem zweiten Album der Norweger mit großen Erwartungen entgegen gesehen. Zusammen mit Ved Buens Ende haben Fleurety seit den Anfangsjahren der zweiten Black Metal Welle stets das kreative Extrem eines sonst recht starren Genres markiert. Von 'Department of Apokalyptic Affairs' erwartete ich aus kompetenter Quelle ein musikalisches Statement, das auf der Grundlage metallischer Gitarren neue Wege in Richtung Moderne und Jazz einschlägt. Doch diese Erwartungen wurden weitestgehend enttäuscht.
Ja, dieses Album enthält moderne Klänge und Jazz-Elemente. Und auch die Gitarren wurden trotz allem nicht vernachlässigt. Doch diese drei Dinge wurden mit einigen witzigen und durchaus originellen Einfällen zu einem unerträglichen Kleister zusammengrührt. 'Department of Apokalyptic Affairs' klingt wie eine willkürliche und sinnlose Aneinanderreihung nie zu Ende gedachter Ideen. Es ist kaum ein gelungener Song auf diesem Album zu finden. Daran können auch die in Scharen herbei geeilten Gastmusiker nichts ändern. Im Gegenteil. Maniac von Mayhem zum Beispiel trägt durch eine Art Sprechgesang im dritten Stück 'Shotgun Blast' zum Verderben bei. Hellhammer hingegen glänzt mit seinem hervorragendem Schlagzeugspiel im Opener 'Exterminators'. Ähnliches gilt auch für Knut Magne Valle von Arcturus, der mit einem hörenswerten Gitarrensolo im gleichen Stück für einen Lichtblick sorgt. 'Exterminators' ist dann auch ein halbwegs hörbarer Song, der aber, wie das ganze Album, unter der schlechten Produktion leidet. Das Schlagzeug ist zu laut, die Gitarren unangemessen breiig.
Es gibt immer wieder Passagen, die an die Genialität früherer Veröffentlichungen erinnert. Bei 'Facets 2.0' schlägt dieses Erinneren aber in Ärger um. Hierbei handelt es sich nämlich um eine Neueinspielung von 'Facets', das auf der zuvor veröffentlichten MiniCD zu gefallen wußte. Auf dem vorliegenden Album aber wird das Original - auch duch den Sound - seines Reizes beraubt und verunstaltet. Lediglich das Schlagzeugspiel Carl Michael Endes von den aufgelösten Ved Buens Ende ist bemerkenswert. Dem darauf folgenden Titeltrack hat unter anderem Garm von Ulver seine Stimme geliehen. Mit viel gutem Willen kann man darin eine eigenwillige Synthese aus Fleurtey im Synthesizerrausch und Ulver zu Zeiten des vierten Albums 'William Blakes 'The Marriage of Heaven and Hell'' erkennen. Nur: viel guter Wille war bei den voran gegangenen Veröffentlichungen von Fleurtey nie nötig gewesen.
Wenn mir vorher jemand gesagt hätte, daß ein Fleurety-Album an dem Hellhammer, Maniac, Carl Michael Ende und Garm mitgearbeitet haben, so klingt wie dieses hier, ich hätte ungläubig den Kopf geschüttelt. Vielleicht hat aber auch die Kreativität von Fleurety meine Vorstellungskraft und Bereitschaft, mich auf das Ungewöhnliche einzulassen übertroffen. Jedoch, bis mich jemand davon überzeugen kann, ist diese Album: schlecht.

Deadleft am 04.04.2004




Spielzeit

50:03 min


Erscheinungsjahr

2000


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