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Clandestine Blaze # Fire Burns In Our Hearts (2nd Edition)

Cover: Clandestine Blaze # Fire Burns In Our Hearts (2nd Edition)

Dass Clandestine Blaze, das Solo Projekt von Mikko Aspa, l├Ąngst zum Feinsten geh├Ârt, was die Black Metal Szene zu bieten hat, ist nicht neu. Umso erstaunlicher, dass sich das Debut noch keinem Review hier unterziehen musste - eine wahre Schande.

Nach einem belanglosen Intro, dass Mikko getrost h├Ątte weglassen k├Ânnen, ballert die Scheibe in bester Manier los. Der Sound ist irgendwo zwischen Darkthrone und Garagendemos verwurzelt und verspr├╝ht den mittlerweile fast vergessenen Charm des Undergrounds. Die Gitarren s├Ągen und der leicht verzerrte Gesang spricht eine wundersch├Âne Predigt von Hass und Niedergang. So lob ich mir das. 'Anti-Christian Warfare' schaltet zun├Ąchst einen Gang zur├╝ck und bleibt im Midtempo-Bereich. Das Riff kann man getrost als schlicht elit├Ąr, kalt und bitter bezeichnen. Der perfekte Song um nachts durch den Wald zu schlendern und einer Zeit hinterherzutrauern, die es nie wieder geben wird. Mit 'Native Resistance' folgt der wohl st├Ąrkste Song der Scheibe. Hohes Tempo, klirrende Gitarren und ein brillantes Lead ├╝ber die Rhythmusgitarre gespielt. Wahnsinn! Ich neige dazu, diesen Song auf eine Stufe mit Songs wie 'Transilvanian Hunger' oder 'Nastassja In Eternal Sleep' von Darkthrone zu stellen, die sicherlich f├╝r die Produktion des Albums Pate standen. Ich k├Ânnte mich stundenlang an diesem Song erg├Âtzen und mir die vertonte Sinnlosigkeit allen Lebens zu Gem├╝te f├╝hren.
Mit 'Children of God' wird wieder ein Gang heruntergeschaltet und ├Ąhnlich wie 'Snowfall' von Darkthrone lebt auch dieser Song schlicht und allein von der Tiefe der Atmosph├Ąre, auch wenn der genannte Song nicht andeutungsweise so abwechslungsreich sondern regelrecht monoton daher kommt. 'Killing The Waste Of Flesh' f├╝hrt diesen Weg fort und pl├Ątschert auf sehr hohem Niveau an meiner Wenigkeit vorbei. Mit 'Icons Of Torture' folgt jedoch als Abschluss noch ein wahres Highlight. Der Song, der im Internet als 'Vatican In Flames' von Darkthrone & Burzum kursiert, ist neben 'Native Resistance' der Beste der Scheibe. Der Song ist zutiefst hasserf├╝llt, hat aber fast das Flair einer Hymne. Zu dem Song kann ich mir einwandfrei vorstellen wie man mit kindlicher Freude das Feuer am Himmel lodern sieht und sich ├╝ber die verrichtete Arbeit freut.

Feuer ist es auch, dass in meinem Herzen brennt wenn ich diese CD h├Âre. Wer Spa├č an schlecht produziertem und dem Untergrund sehr verhafteten Black Metal hat, kann hier bedenkenlos zugreifen. Wer die sp├Ąteren Clandestine Blaze Scheiben kennt und mag, sollte eventuell vorher reinh├Âren, da die Produktion eventuell nicht jedes Herz vor Freude h├╝pfen l├Ąsst. Ich f├╝r meinen Teil danke Mikko f├╝r dieses wundersch├Ân rumplige St├╝ck Black Metal und geh jetzt ne Runde spazieren. Durch den Wald und dann zur Kirche.

Corpsie am 28.08.2007




Titelliste

01. Intro
02. Clandestine Blaze
03. Anti-Christian Warfare
04. Native Resistance
05. Children Of God
06. Killing The Waste Of Flesh
07. Icons Of Torture
08. Outro


Erscheinungsjahr

2006


Label



Vergleichbarer Ohrenschmaus



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