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Alte Meister und junge Hasen

Party.San Open Air XVII

Watain, Truppensturm, Cashley, Primordial, Byfrost, 1349, Heidevolk, Dawn of Disease, Desultory, Dew-Scented, Absu, Puteraeon, Aborted, Skeltonwitch, Witchburner, Decapitated, Darkened Nocturn Slaughtercult, Urgehal, Triptykon, Enslaved, Exhumed, Cliteater, Morgoth, At the Gates, Panzerchrist, Melechesh, Taake, Morbid Angel, Belphegor, Ensiferum, Nachtmystium, Negura Bunget, Hail of Bullets

Ort: Schlotheim / Flugplatz
Datum: 11.08.2011 bis 13.08.2011


Auch die diesjährige Ausgabe des Party.San Open Air verhieß schon im Vorfeld allerbestes Festival-Flair: Die Wettervorhersage versprach besonders wenig Sonne und ausreichend Regen. Außerdem war ich schon auf den neuen Standort in Schlotheim gespannt. Selbigen hatten die Party.San-Veranstalter ausgesucht nachdem sich das Stammgelände in Bad Berka im Vorjahr in eine beachtliche Schlammfläche verwandelt hatte, die man am Festival-Sonntag kaum ohne fremde Hilfe verlassen konnte.

Mittwoch
Die Anreise am Mittwoch sorgte zunächst für ein wenig Irritation. In den Jahren zuvor war spätestens in Bad Berka klar gewesen, daß man sich auf dem Weg zum Festivalgelände befand. Mehr als jedes zweite Fahrzeug trug entsprechende Indizien in Form von unleserlichen Schriftzügen auf der Heckscheibe. Dieses Jahr mußte ich bis unmittelbar vor dem Flugplatz in Schlotheim ohne diese Hilfe auskommen. Dem Vernehmen hatten einige Besucher wegen zahlreicher Baustellen Schwierigkeiten, zum Festivalgelände zu gelangen. Laut Veranstalter wurde eine der Baustellen  aber auch erst am Mittwoch, also am ersten Anreisetag, eingerichtet.

Das Aufbauen meines Zeltes wurde dieses Jahr durch böigen Wind und einen besonders kompakten Boden erschwert. Die Trageweite dieser Umstände waren zu diesem Zeiptunkt wohl den wenigsten klar. Nach und nach füllte sich auch der von Heiko reservierte Zeltplatz und gegen Abend saßen wir dann auch ganz gemütlich bei gefühlten acht Grad unter dem Pavillion. Nach wenigen Stunden war mir trotz mehrerer Kleiderschichten derart kalt, daß ich mich in mein Zelt verzog, um beim Frieren wenigstens noch ein wenig Schlaf zu tanken.

Watain
Watain



Donnerstag
Der erste Festivaltag begann mit einer schlechten Nachricht: der starke Wind hatte am Donnerstagnachmittag das Bühnendach abgerissen, so daß dieses mehrere Meter auf der Vorderseite herunterhing. Die Veranstalter waren dadurch gezwungen, alle Bands zunächst auf einer eilig zurecht gezimmerten Bühne im Zelt auftreten zu lassen. Dazu kam, daß der Einlaß erst 18 Uhr und damit gleichzeitig mit dem Start der ersten Band begann. Folglich habe ich den Auftritt von Byfrost auch verpaßt, da sich am Geländeeingang lange Schlangen gebildet hatten. Nach einiger Zeit war klar, daß am heutigen Tag keine Band mehr auf der großen Bühne spielen würde. Wegen des Windes war es wohl auch einfach zu gefährlich, einen Reparaturversuch zu starten. Bei dem Gedanken, Triptykon statt auf großer Bühne im überfüllten Zelt spielen zu sehen, wurde mir gleich noch ein wenig kälter. Weil mich auch die Aussicht Dew-Scented und Aborted nicht aufheitern konnte, fand ich mich erst zu Negura Bunget im Zelt ein. Deren Auftritt stimmte gleich versöhnlich: elegische, von Gitarren, Glocken, Klanghölzern und Flöten durchzogene Kompositionen, die mich in ihrer naturmystischen Entrücktheit das Malheur mit der Bühne kurz vergessen ließen.

Darkened Nocturn Slaughtercult habe ich danach geflissentlich ignoriert. Schneller Black Metal ohne Schnörkel wurde in den letzten 20 Jahren zur Genüge produziert. Einziges Novum ist vermutlich die langhaarige Frontfrau und Sängerin, die bei ihren Auftritten auch gerne mal mit Blut herumsaut. Prima. An diesem Donnerstagabend war mir dann schon eher nach Decapitated zumute. Deren Sound hätte eine zweite Gitarre zwar gut getan aber das rhythmisch stellenweise durchaus vertrackte Fundament hat mir wirklich gefallen. Sänger Rafa? legte sich außerdem mächtig ins Zeug und vermochte es, eine ganze Menge Besucher zum heftigen Mitwippen zu animieren.

Der Höhepunkt des Abends war dann mit dem Auftritt von Triptykon erreicht. Da ich nicht mitbekommen hatte, daß bei dieser Band der Fotograben geschlossen bleiben würde, hatte ich mich dort vergeblich angestellt und damit auch die Gelegenheit verpaßt, mir einen einigermaßen gute Platz im Zelt zu sichern. Nachdem ich mich im Gedränge einsortiert hatte und die ersten Klänge des Celtic Frost-Klassikers von 'Circle of the Tyrant' durch das Zelt ballerten, war ich aber wie verzaubert. Der Sound war für ein Zelt und eine vermutlich improvisierte Bühne sogar einigermaßen differenziert und vor allem bleischwer. Tom G. Warrior und V. Santura zelebrierten jedes einzelne Riff und erzeugten bei zurückhaltender Bühnenbeleuchtung eine mal schwermütig-bedrohliche, mal ungestüme Atmosphäre. Die Mischung auf altem Celtic Frost-Material und den jüngeren Triptykon-Stücken markierte in jedem Fall einen großartigen Festivalauftakt. Allerdings frage ich mich, ob der Auftritt auf der großen Bühne nicht noch imposanter ausgefallen wäre.

Traditionsgemäß verschwendete ich danach keinen einzige Gedanken an die Zelt-Party. Als ich bei meinem Zelt angekommen war und von dort die ersten Klänge von AC/DC hörte, beglückwünschte ich mich zu meiner Entscheidung und ging zufrieden schlafen.


Freitag
Am Freitag ließ ich zunächst Puteraeon links liegen und hörte kurz in Truppensturm rein. Diese Band hieß eigentlich erst Sturmtruppen und mußte sich vor einer Weile umbenennen, weil es bereits eine Nazi-Band mit dem selben Namen gab. Zum Glück fällt die Umbenennung in diesem Fall eigentlich kaum auf. Musikalisch erinnerte mich das Ganze jedenfalls an Bestial Warlust: wütender, bassreicher und monotoner Black Metal mit stimmlichen Anleihen beim Death Metal. Völlig unspektakulär aber das Richtige zum Wachwerden.
Gleich darauf waren Urgehal an der Reihe, die schon seit Anfang der 90er Jahr in der Black Metal-Szene mitmischen und dennoch bisher an mir vorbeigerauscht sind. Auffällig war zunächst Gitarrist Enzifer, der mit Corpse Paint und einer Art spike-besetzten Gesichtsgeschirr auftrat. Geboten wurde dann durchaus melodischer aber nie übermäßig verspielter Black Metal mit gelegentlichem Thrash-Einschlag. Unterhaltsam.

Die umgekehrte Gewichtung hatten danach Skeletonwitch im Programm und verfehlten damit meine Geschmacksnerven um ein paar Zentimeter. Der hohe Anteil 80er-Jahre-Thrash war mir dann doch eine ganze Ecke zu altbacken. Dafür hatte ich aber umso mehr Zeit, um die für Festivalverhältnisse mal wieder exzellenten Speiseangebote zu testen. Auch die Schweden von Desultory verfolgte ich nur von Weitem; deren melodischer Death Metal hinterließ aber einen recht ordentlichen Eindruck.

Etwas mehr Aufmerksamkeit schenkte ich dann Absu aus Texas. Deren Werke tauchte immer mal wieder am Rande meiner musikalische Entdeckungsreisen auf, ohne jedoch näher betrachtet zu werden. Ungefähr nach der Hälfte des Auftritts war mir klar, daß bei Absu der Zugang zur Musik selten gleich beim ersten Hören gelingt. Die stellenweise ziemlich vertrackten Stücke vereinen Elemente aus Black und Thrash Metal und benötigen vor allem wegen der zahlreichen Tempo- und Taktwechsel sicher einiger Hördurchläufe, um im Ohr zu bleiben.
Immerhin hatten wir es nach kübelweise 90er-Jahre-Standard-Black-Metal endlich mal wieder mit einer eigenständigen Band zu tun.

Während man sich den Musikgenuß von Absu durchaus auch erarbeiten muß, folgte mit Primordial gefällige Schonkost. Die Schlager-Helden der Metal-Szene hatten gleich mit dem ersten Stück das Publikum voll im Griff. Frontman Alan demonstrierte wieder eindrucksvoll, daß er ein Freund großer Gesten ist. Untermalt von eingängigen Melodien dirigierte er die Massen, mal in den Himmel deutend, mal mit kämpferischer Faust aber in jedem Fall mit vollem Körpereinsatz. Von der Musik mag man halten was man will, Primoridial sind einfach eine exzellente Live-Band.

Im Anschluß standen Melechesh auf dem Programm, deren Musik mir im Vorfeld bereits mehrfach ans Herz gelegt wurde. Ich erwartete also einiges, war dann aber dennoch überrascht, eine überaus originelle Black Metal-Variante mit orientalischen Einflüssen zu hören. Und in diesem Fall beschränkten sich diese Einflüsse nicht auf ein paar Intermezzi inmitten konventioneller Kost. Vielmehr waren Gitarren und auch im Schlagzeug immer wieder von einer orientalischen Anmutung durchsetzt. Nach den wirklich hervorragenden Auftritten von Negura Bunget und Triptykon vom Vortag stand damit meine erste Festivalneuentdeckung fest.

Vermutlich zur Niveauregulierung hatten die Party.San-Veranstalter Belphegor als Bühnennachfolger für Melechesh angesetzt. Immerhin fiel die Musik dann gar nicht so stumpfsinnig aus wie ich erwartet hatte. Sänger Helmuth zeigte mehrmals durch eine Art irre-diabolisches Lachen, daß er Songtitel wie 'Reichswehr In Blood' oder 'Demonic Staccato Erection' vermutlich doch nicht ernst meint und führte souverän durch eine mäßig unterhaltsame 45-minütige Melange aus Black und Death Metal. Ganz zum Schluß trat dann noch eine beinahe nackte Frau mit Gasmaske auf, deren Brüste und Schritt nur von schwarzen Klebestreifen verdeckt waren und die ein paar Mal mit dem Hintern wackeln durfte. Vermutlich als großes Finale entfernte sie noch den Klebestreifen aus ihrem Schritt, tänzelte ein wenig umher und verschwand wieder.

Fast schon interessanter als das Teufel-Blut-und-Sex-Spektakel war danach die Umbaupause, in der man Frost von 1349 für wenige Augenblicke sein Schlagzeug einspielen hören konnte. Vom 1349-Auftritt selbst war ich dann nicht sehr angetan. Die mehrheitlich sehr schnellen Stücke flogen an mir vorbei - etwaige Details verschwanden in einem völlig undifferenzierten Gitarrenbrei und auch das Schlagzeug war kaum noch herauszuhören. Schade.

Wesentlich zugänglicher ging es dann bei Ensiferum zu. Von traditionellem Heavy Metal beeinflusste Gitarren, Keyboard-Pomp, gelegentlich choraler Gesang und eine kämpferisch-optimistische Grundstimmung sorgten für gute Laune im Publikum. Mir wurde das Ganze nach ein paar Minuten zu bunt, weshalb ich den Auftritt unaufmerksam aus sicherer Entfernung verfolgte.

Für den Abschluß des zweiten Festivaltages hatten die Party.San-Veranstalter eine Legende sichern können: Morbid Angel. 12 Jahre zuvor hatte ich die Band das erste und bis dato letzte Mal live gesehen habe. Damals konnte ich mich nur wenig für die von komplexen Gitarrensoli durchsetzten Songs begeistern. Vermutlich waren damals meine von rauschenden Black-Metal-Gitarren-Teppichen verzauberten Ohren nicht in Stimmung für technischen Death Metal. Erstaunt war ich dann, daß der Auftritt von Morbid Angel beim Party.San Open Air 2011 zu einem meiner Festival-Höhepunkte wurde. Inzwischen hatte recht starker Regen eingesetzt, was mich aber nicht davon abhielt, bis zum Schluß vor der Bühne zu stehen. Über eine reichliche Stunde gab es technischen Death Metal der Oberklasse. Der Sound war für meine Begriffe hervorragend, so daß die schnellen Passagen beeindruckend präzise wirkten und die langsameren Abschnitte mit gewaltiger Wucht durch das Publikum walzten. David Vincent, der von weißem Licht frontal angestrahlt wurde, verlieh dem Ganzen außerdem mit seiner tiefen Stimme eine herrlich mystische Anmutung.

Samstag
Zum Auftakt des letzten Festivaltag hörte ich als erstes bei den Genitalpoeten von Cliteater rein. Und als Vertreter des Goregrinds faßten die Niederländer recht gut zusammen, was das Genre auszeichnet: Eine Art durch den Verzerrer gejagte und auf Höchstgeschwindigkeit abgespielte Party-Musik mit bis ins Absurde abgleitenden Texten über alle Arten besonders scheußlicher Gewalt, die Fans mit einem Hang zur schambefreiten Kostümierung anzieht. Nach wenigen 'Songs' war ich wieder wach.

Nachdem ich Witchburner ausgelassen hatte, verfolgte ich den Auftritt von Panzerchrist ohne große Anteilnahme. Amüsant fand ich aber den Gitarristen im 'Save the Panzer'-T-Shirt, der gerne mal mit geschlossenen Augen und einem versonnenen Lächeln in die Saiten griff. Ähnlich gleichgültig schaute ich mir dann Heidevolk aus den Niederlanden an, deren Mischung aus Heavy Metal und mittelalterlichen Spielereien wohl auf keinem Party.San-Festival fehlen darf. Erwartungsgemäß hatte die Band aber keine Schwierigkeiten, das Publikum auf ihre Seite zu ziehen. Offenbar kann man sich inzwischen ungeniert zu Standard-Gitarren-Riffs mit weinseligen Schunkeleinlagen bekennen, ohne Gefahr zu laufen, sich bei seinen in Geschmacksfragen ansonsten unbarmherzigen Kumpels zu blamieren.

Nach ihrem Auftritt sollten Heidevolk laut Plan den US-Amerikanern von Exhumed die Bühne überlassen. Selbige waren aber wohl versehentlich zum alten Festivalgelände, also nach Bad Berka gefahren. Daher wurden kurzerhand die Norweger Taake im Ablaufplan vorgezogen. Nach den ersten drei Stücken von Taake waren mir zwei Dinge klar. Erstens: die Musik von Taake geht recht schnell ins Ohr, rutscht dort aber auch sehr schnell wieder raus. Und zweitens: das große Publikumsinteresse bietet eine gute Gelegenheit, duschen zu gehen. Anders als in den beiden Jahren zuvor hatte ich nämlich den Eindruck, daß die Zahl der Duschen und auch die der Toiletten für die Zahl der Besucher nicht ausreichte. Immer wieder bildeten sich lange Schlangen, weshalb ich öfter einen Zeltplatzrundgang machen mußte als mir lieb war.

Den Auftritt von Exhumed, die das richtige Festivalgelände mit etwas Verspätung doch noch erreicht hatten, habe ich mir zur Strafe nicht angeschaut. Wesentlich interessanter war für mich Nachtmystium, die mir - ähnlich wie Melechesh - von der Zeltplatzgruppe wärmstens empfohlen wurden. Und auch hier wurde ich positiv überrascht. Der Stimme und dem Klang der Gitarren nach spielen Nachtmystium Black Metal. Verwoben wird dieses Fundament aber mit teils rockigen, teils psychedelischen Elementen. Wirklich gut gefallen hat mir dabei die Balance aus eingängigen Strukturen und an den aufbrausend-repetitiven Gestus vieler Post Rock-Bands erinnernde Passagen.

Auf die danach angesetzten Hail of Bullets hatte ich mich vor allem deswegen gefreut, weil mich Asphyx im Jahr davor schlichtweg begeistert hatten. Zwar war ich bei Hail of Bullets nicht ganz so verzaubert aber dennoch hat mich die Musik und die nach wie vor eindrucksvolle Stimme von Martin van Drunen sehr gut unterhalten.

Bei Watain gönnte ich mir wieder eine kleine Pause. Von deren Auftritt im Jahr zuvor wußte ich eigentlich, was mich erwarten würde: melodischer, aber ansonsten wenig aufregender Black Metal mit jeder Menge Bühnen-Staffage. Und genau das wurde dann auch geboten. Watain arbeiteten sich souverän durch einen Querschnitt ihres musikalischen Werkes, das sich zweifellos durch seine gefälligen Melodien denn durch irgendwelche innovativen Ansätze auszeichnet. Die Bühne war dabei mit allerlei Feuerschalen, brennenden Kreuzen, bunt bedruckten Wimpeln und ähnlichem Firlefanz zugestellt. Kitsch für Aug’ und Ohren sozusagen.

Nach den großartigen Morbid Angel am Vortag war es in Gestalt von Morgoth wieder Zeit für eine Legende. Nach jahrelanger Pause hatten die Deutschen sich wieder zurück gemeldet. Der Auftritt auf dem Party.San war dann auch stark umjubelt, auch wenn Sänger Marc Grewe nicht immer Heer seiner Sinne zu sein schien. Seine grünen Kontaktlinsen sind sicher Geschmackssache aber auf die mehrfach wiederholte Frage 'Wir sind Morgoth! Wer seid ihr?' wußte wohl keiner der Besucher eine Antwort.

Als vorletzte Band fürs Party.San Open Air 2011 war nun Enslaved an der Reihe. Nicht zuletzt wegen ihres wirklich ausgezeichneten aktuellen Werkes 'Axioma Ethica Odini' versprach ich mir Großes von diesem Auftritt. Schon der erste Songs 'Ethica Odini' war spektakulär. Rasende Gitarren, Klargesang im mitreißenden Refrain und die unvergleichlich gellende Stimme von Grutle Kjellson stellten für meine Begriffe alle anderen Bands in den Schatten. Zwar gingen das Instrument von Keyboard-Spieler Øyvind Madsen sowie dessen unverzerrter Gesang etwas im Sound unter aber dennoch habe ich diese knappe Stunde sehr genossen. Nach Enslaved hätte ich sofort abreisen können; eine Steigerung war undenkbar.

Folglich habe ich bei At the Gates auch nur kurz reingehört. Vielleicht hatte ich zu diesem Zeitpunkt auch einfach mal wieder meine Aufnahmekapazität für Live-Death-Metal erreicht.

Sonntag
Trotz einiger Regenschauer und einer Menge Wind in den vergangenen Tagen bereitete der Abbau und die Abreise auf dem neuen Gelände keine Schwierigkeiten. Insofern hatte sich der Standortwechsel sicher schon bezahlt gemacht. Daß die Bühne erst am Freitag bespielt werden konnte, war natürlich unglücklich. Im Party-Zelt konnten längst nicht alle die Bands so gut verfolgen, wie es auf der großen Bühne möglich gewesen wäre. Auch die Zahl der Duschen und Toiletten müßte für das nächste Jahr noch einmal überprüft werden. Für meinen Geschmack waren die Wartezeiten auch außerhalb der Stoßzeiten häufig viel zu lang.

Musikalisch gehörte die diesjährige Ausgabe des Party.San zu einer der besten. Dank wirklich großartige Auftritte von Morbid Angel und Enslaved, dazu mit Melechesh und Nachtmystium zwei vielversprechende Neuentdeckungen sowie einer ganzer Reihe zumindest unterhaltsamer Bands hat das Festival wieder Mal viel Spaß gemacht.

Deadleft am 28.01.2012




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