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Frozen Shadows


Frozen Shadows aus dem kalten Kanada veröffentlichten vor kurzem ein Rerelease ihres 96er Demos 'Empires de Glace'. Die Aufmerksamkeit, für die sie 1996 mit ihrem Demo und auch mit dem ebenfalls guten Debut-Album 'Dans les bras des Immortals' sorgten, nahm ich zum Anlass, Sänger und Keyboarder Myrkaahl mit meinen Fragen zu malträtieren.

Frozen Shadows


Die erste Frage muß natürlich sein, warum Frozen Shadows sich entschloss, das Demo neu aufzunehmen und über Millenium Metal Music (vormals Solistitium) zu veröffentlichen, obwohl 'Empires de Glace' laut ihrer Homepage noch erhältlich ist.

Zuerstmal muß gesagt werden, dass, wenn wir sagen, dass das Original-Demo noch erhältlich ist bedeutet, dass wir nur noch 20 Kopien davon haben. Wenn diese verkauft sind, wird die Tape-Version für immer ausverkauft sein - so einfach ist das. Wir habe die Idee der Wiederaufnahme gemocht, weil wir uns damit etwas wieder etwas näher gebracht haben, was wir vor langer Zeit getan haben, wobei gesagt werden muss, dass sich das letztendliche Resultat enorm vom Original unterscheidet. Zum Beispiel waren nicht mit dem der Art zu Frieden, wie unser erster Gitarrist sein Instrument auf 'Empires de Glace' zu spielen gepflegt hatte. (der dann flugs aus der Band geschieden [worden] ist - Anm. der Verf.) Die Neuaufnahme hat uns erlaubt, diese Schwäche mit Hilfe seines Nachfolgers Avatar, der jetzt schon seit 3 Jahren den 6-Saiter bediehnt, auszubügeln. Er ist in der Hinsicht des Gitarre spielens besser. Die ganze neu aufgenommene Version ist viel wuchtiger und geht mehr in die Fresse, obwohl wir sie Dinge recht grimmig gehalten haben. Wir sind ziemlich zufrieden mit der Veröffentlichung von 'Empires de Glace' und wir hoffen, die Fans werden einer Meinung mit uns sein.


Warum habt ihr euch entschieden, 'Empires de Glace' über Millenium Metal Music zu veröffentlichen, obwohl ihr mit Sepulchral Productions euer eigenes Label habt?

Dies zu beantworten ist zur Zeit recht einfach. Carsten von Millenium trat an uns heran mit der Idee, eine limitierte Serie zu Ehren der alten Black Metal Szene zu veröffentlichen. In diesem Zuge fragte er uns, ob wir bereit wären, ein Rerelease des Demos zu veröffentlichen, wobei die Songs neu aufgenommen werden sollten. Wir hatten zwar nicht daran gedacht, das Demo neu zu veröffentlichen, offen gesagt hatten wir auch nicht das Geld dazu, aber wir sagten einfach 'Ja'. Dazu kommt, daß es zwar als limitierte Auflage gedacht war, es aber dennoch nicht in der Versenkung verschwinden würde, da Millenium Records schon ein recht bekanntes/lang existierendes Label ist.


Existiert Sepulchral Prouctions überhaupt noch?

Definitiv. In wenigen Monaten werden wohl drei CDs über mein Label erscheinen.


Eure Musik klingt sehr nordisch. Klingt jede Band so, die aus kalten, schneebedekten Gefilden kommt?

Das nehme ich an! Kanada, (Quebec, um genauer zu sein) hat die selben majestätischen Wälder, Fjords und harten Winter wie Skandinavien, also fühlen die meisten von uns ohne Zweifel eine Verbindung mit dem kalten und grimmigen Sound Norwegens. Allerdings machten wir schon vor dem so genannten Norwegen-Sound Musik, ich z.B. hatte meine erste Black Metal Band schon 1991. Dieser Sound war für mich immer etwas Natürliches.


Frozen Shadows Ich denke, euer Stil ist eine Mischung aus dem brutalen Gitarrensound von Immortals 'Battles in the North' und der Majestätik von Emperors 'In the Nightside Eclipse'. Sind das eure Einflüsse, oder habt ihr andere?

Ich glaube, du hast Frozen Shadows recht gut zusammengefasst. Unser Ziel war immer [und wird es auch immer bleiben] eine Brücken zwischen brutalstem, schnellem und hasserfülltem Black Metal und dem Athmosphärischen/Majestätischem zu schlagen.
Was die Band angeht, denke ich nicht, dass wir zusätzlich von einer speziellen beeinflusst werden. Aber ich kann verstehen, dass einige Leute mit dem Vergleich mit den alten Emperor um sich werfen, seit wir in unserer Musik Chöre benutzen. Es ist auch wahr, dass wir einen hübsch-kräftigen und letztendlich auch dissonanten Gitarrensound für eine Black Metal Band haben, was uns dem Sound von Immortal recht nahe bringt. Trotzdem, was viele sagen, beginnt jede Band mit Einflüssen, und natürlich trifft das auch für uns zu. Ich glaube, dass wir unseren Stil im Laufe der Jahre um einiges verfeinert haben, was für das Überleben einer Band sehr wichtig ist, weil die, die nur Klone sind, früher oder später immer verschwinden werden.


Im Booklet ist erwähnt, dass ihr mit der CD Tribut an die Black Metal Szene der frühen 90er Jahre zollen wollt. Denkt ihr dabei an irgendwas bestimmtes?

Der ganze Grund für die Veröffentlichung der CD stand unter dem Banner der Ehrung dieser Szene, und das ist eher generell gemeint, als dass wir auf eine spezielle Band hinaus wollen. Wir sympantieren mit dieser Ära, denn was da abging, war einfach was anderes, als das, was in den heutigen Black Metal Kreisen los ist. Da war ein Geist, der aber jetzt lange verschwunden ist und durch Kommerz und einer 'freundlichen Einstellung' ersetz wurde, der NICHTS mit dem zu tun hat, was wir unter dunkler Musik verstehen!!! Als Band sind wir feste vom 'Old School Black Metal' überzeugt, weshalb diese Hommage ein logischer Schritt für uns war. Diese Musik IST eine Lebenseinstellung für uns und wir haben keinen Grund, sie irgendwann einmal zu ändern.


Magst du denn auch Metal-fremde Musik, so wie es immer mehr Norweger tun? Welches sind deine Lieblingsplatten? Ich höre meistens Metal, obwohl ich auch einige Nicht-Metal Bands sehr schätze, wie zum Beispiel Fields of the Nephilim, alte Ministry, Skinny Puppy und einige andere. Meine 'all time favourite' ist Iron Maiden, allerdings dicht gefolgt von Bathroy. Auf der modernen Black Metal Seite stehen alte Emperor, Mayhem, Marduk, Taake, Darkthone, Satyricon, Gorgoroth und Burzum. Wie ihr seht, kein melodische Zeug dabei! (Wieso? Ist sowas schlimm? - Anm. d. Verf.)


Für den durchschnittlichen, deutschen Normalo-Black Metaller ist die Szene in Kanada ein völlig unbakenntes Gebiet. Erzähl mir von der kanadische Black Metal Szene!

Die Kanadische Szene ist hauptsächlich in zwei Teile geteilt: Einmal wäre da die Szene in Quebec und die des Restes von Kanada. Ich bin nicht all zu vernarrt in die [rest-]kanadische Szene, seit viele Band diesen chaotisch-blasphemischen Metal spielen. Einige Bands sollte dennoch erwähnt werden, als da wären Godless North [in meinen Augen, die beste Band Kanadas], Lust und Axis of Advance. Die Bands in Quebec nähern sich eher dem skandinavischen/europäischen Stil, obwohl viele Bands hier extrem dürftig sind. Die Szene hier hat sich in den letzten zwei Jahren aber drastisch verbessert, und mit Bands, wie Esker, Skjul, Veneficium, Nord und Boreal hat die quebec´sche Szene sicher eine gute Zukunft.


Ich interessiere mich in letzter Zeit sehr für die amerikanische Black Metal Szene, weil Bands wie Vukodlak, Pantheon, Ibex Throne oder Wind of the Black Moutains diesen alten, räudigen Black Metal Stil spielen, den ich so mag. Kann man die Szene dort mit der kanadischen vegleichen?

Die US-Black Metal Szene hat sich auch stark verbessert, aber meinem Meinung nach, wird sich die Szene, die wir hier haben, bald über den ganzen Kontinent ausgebreitet haben. Das Hauptproblem, welches ich bei den amerikanischen Black Metal Bands sehe, ist, dass sie offensichtlich von ihren Death Metal Wurzeln nicht loszukommen scheinen. Keiner will eine zweitklassige Death Metal Bands hören, die plötzlich Black Metal spielt (Hmm, wie war das noch Anfang der 90er in Norwegen? Diese komische Band, die mit 'D' anfängt...? - Anm. d. Verf.). Ich kenne einige Bands, wie Wind of the Black Moutains, Bloodstaindes Dusk, Pantheon, Thy Infernal und andere, aber ich kann sagen, dass ich nicht in diese Szene involviert bin.


Auf der Website habe ich gesehen, dass du sehr von Schmerz und Misanthropie gezeichnete Gedichte verfasst. Willst du was dazu sagen?

Meine Gedichte sind eine Erweiterung meiner Gedanken und meiner Seele, die ich auf Papier banne. Daher sind sie manchmal wütend und zornig und dann wieder traurig und schmerzvoll. Ich betrachte sie als satanische Dichtkunst und sie sind immer ein Resultat meiner Betrachtung dieser jämmerlichen Welt, wo Schwäche über Stärke steht und die Massen Sklaven der heuchlerischen Kulte des 'weißen Lichtes' (? - Anm.d.Verf.) sind.


Wie groß sind die Chancen, euch mal in Deutschland live zu sehen? Vielleicht auf größeren Festivals wie 'Under the Black Sun' oder 'With Full Force'?

Live zu spielen ist etwas, was Forzen Shadows noch nie gemacht haben, aber langsam denken wir darüber nach. Einserseits sind Live-Gigs oftmals eine Frustation für die Bands, aber andererseits haben sie auch eine große Bedeutung, u.a. um deine musikalischen Ideen unters Volk zu bringen. Natürlich werden wir irgendwann einmal live zu sehen sein, wobei unser Hauptaugenmerk auf Europa, Deutschland inklusive, gerichtet ist. Ich bin mir nicht bezüglich der Festivals sicher, weil es ein schwieriges Unterfangen ist, eine intensive dunkle und okkulte Athmosphäre zu schaffen, während Bands spielen, die nichts mit unserer Musikweisheit zu tun haben.


Was habt ihr in der Zukunft vor?

Zur Zeit arbeiten wir an neuem Material für unsere zweite CD und wir werden im Juni vielleicht eine Promo-CD zu interessierten Labels schicken. Da die Reaktionen auf 'Dans les Bras des Immortals' sehr gut waren, waben wir keine andere Wahl, als nach einem größeren Label zu schauen. Ich komme schon mit der Pressung, Auslieferung usw. unseres Debuts nicht hinterher!


Ich bedanke mich für ein sehr aufschlüssiges Gespräch mit einem sehr gesprächigen Gesprächspartner.

Dank auch dir.


Ein letzter Kommentar an unsere Millionen von Lesern?

Ein lautes HAIL an die, die den Black Metal-Lebenstil noch nicht vergessen haben, eine Faust in die Fresse des Restes! Crush the light, Embrace the damned...


Turov am 04.05.2003


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